Mausi – still und leise zog sie weiter
Wenn der Alltag zur Gewohnheit wird…
Wenn man es als selbstverständlich sieht…
Wenn man es als „sie ist doch immer da“ fühlt…
Wenn….. Ja, wenn…
Dann trifft es einen wie ein Schlag in den Magen…
Unsere Mausi, die liebe kleine Mausi….
Still und heimlich hat sie sich auf den Weg gemacht…
Sie war die Erste, die in unser Katzenhaus eingezogen ist…
Sie war die Chefin der Gruppe, egal wer dazu kam, sie hatte immer „das Sagen“ und hat für Ruhe und Ausgeglichenheit gesorgt…
Sie war die, die freiwillig in den Transport Korb gestiegen ist, weil sie unheimlich gern Ausflüge gemacht hat…
Sie war die, die einem mit ihrer Zuckerschnute und ihrem „gurren“ das Herz gestohlen hat…
Sie war auch die, die mit dem Alter taub wurde, und aus dem „gurren“ ein lautstarkes MIIIIJAAAUUUUU wurde…
Sie war die, die immer schmusen wollte und liebend gern auch „Köpfchen“ gemacht hat…
Sie war die erste Katze die bei uns gerne ihr Nierenfutter gefressen hat…
Sie war auch die, die am Abend wie immer war, gefressen hat, gebürstet wurde, und ins Bettchen ging – voller Bauch, Liebe gekriegt und seelig eingeschlafen ist…
So ein Urgestein, das „schon immer da war“ und eben deswegen als „Mausi is immer da“ gefühlt wurde…
Daher ist es umso trauriger, wenn jemand geht, der immer an deiner Seite war…
Liebe Mausi, deine Kulleraugen, dein gurren, dein miau, deine Schmuse- und Kuschelzeiten, dein Selbstbewusstsein, deine Aura…
All das fehlt nun …
Wir sind sehr traurig, aber du hast es verdient nun weiter zu ziehen..
Der Gedanke, dass sie jetzt mit Sicherheit auf dem Schoß von ihrem Frauchen sitzt, die schon voraus gegangen ist, zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht…
So fügt sich alles wieder zusammen und wir sind gespannt, wer mal auf uns warten wird…
Leb‘ wohl liebste Mausi…
Lass dich kraulen und kuscheln…


